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KDV Kongress

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Archiv

Das Programm sowie einige Eindrücke vom 1. Verweigert!-Kongress, der am 21. und 22. Juni 2025 im Stadtteilzentrum Vorderer Westen in Kassel stattfand, sind an dieser Stelle archiviert.

21. Juni 2025 (Samstag)

13 Uhr – Beginn mit Begrüßung durch das Organisationsteam und einer Kurzvorstellung des Ablaufs und des Kongressortes

13:30 Uhr – Input + Diskussion: Die Wehrpflicht-Pläne der Bundeswehr als Teil der militärischen „Zeitenwende“ der Bundesregierung

Die Bundesregierung rüstet die Bundeswehr auf: Es gibt neue Panzertruppen, Cybereinheiten und sogar ein Weltraumkommando. Dafür braucht sie Nachwuchs. In diesem einleitenden Input wird erklärt wie die Wehrpflicht-Pläne mit der gesamten Aufrüstung verbunden sind, welche gesellschaftliche Folgen die Militarisierung hat und welche ideologische Grundlagen dahinterstecken.

Referentin: Reza Schwarz (Informationsstelle Militarisierung)

14:30 Uhr – Input + Diskussion: Der neue Wehrdienst aus Sicht junger Menschen

Junge Menschen lehnen die Reaktivierung der Wehrpflicht größtenteils ab. Was sind dafür die Gründe? Wie sollten junge Menschen bei der Kriegsdienstverweigerung unterstützt werden und wie erreicht man sie überhaupt? U.a. darum geht’s in diesem Input.

Referent: Simon David Dressler, Politik-Influencer

16 Uhr – Pause

16:30 Uhr – Input + Diskussion: Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung aus juristischer Perspektive

Die Wehrpflicht ist weiter ausgesetzt, aber trotzdem nehmen Anträge auf Kriegsdienstverweigerung zu. Hintergrund sind unter anderem Diskussionen über die Wiederaufnahme der Wehrpflicht durch die neue Bundesregierung. Was bedeuten diese Pläne für die Praxis und wie sind sie aus grund- und menschenrechtlicher Perspektive zu bewerten? Und unter welchen Voraussetzungen können Ungediente schon heute den Kriegsdient verweigern?

Referenten: David Werdermann, Rechtsanwalt und Lennart Armbrust

18 Uhr – Input + Diskussion: RefuseWar! – Kriegsdienst und KDV in der Ukraine und in Russland

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 wurden in beiden Staaten zunehmend junge Menschen zum Kriegsdienst herangezogen. In dem Vortrag wird es kurz um die aktuelle Situation in beiden Staaten gehen. Anschließend liegt der Schwerpunkt darauf, wie die Entwicklungen hin zu einem strikten Kriegsdienst in beiden Staaten verlaufen sind und was man daraus lernen kann.

Referenten: Andrii Konovalov (ukrainischer Kriegsgegner), Jewgenij Arefiev (russischer Kriegsgegner)

19 Uhr – Ende des Kongresstags und Ausklang mit Abendessen, Getränken und Open Space

22. Juni 2025 (Sonntag)

9 Uhr – Beginn des zweiten Kongresstags mit der Vorstellung des Tagesablaufs

9:15 Uhr – Workshopphase 1:

Workshop A: Kriegsdienstverweigerung für Ungediente – Ausbildung von Interessierten zu KDV-Berater*innen
Ungediente sind Personen, die bisher weder gemustert wurden noch Dienst in der Bundeswehr geleistet haben. 18-jährige Männer eines Jahrgangs (voraussichtlich 2008) werden demnächst von der Bundeswehr mittels Fragebogen erfasst, müssen diesen ausfüllen und erklären, ob sie freiwillig Wehrdienst leisten wollen oder nicht. 18-jährige Frauen müssen den Fragebogen nicht ausfüllen.
Wer als Mann vorerst keinen Wehrdienst leisten will, kann den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen verweigern. Was dabei formal, rechtlich und inhaltlich zu beachten ist, soll mit der Berater*innenschulung vermittelt werden. Ziel ist es, in möglichst vielen Orten eine DFG-VK Beratungsstelle aufzubauen. Dazu braucht es engagierte junge Berater*innen.
Damit soll der Bundeswehr das Personal zur Kriegsführung entzogen werden. Wir wollen friedenstüchtig werden.
Referenten: Klaus Pfisterer und Klaus Stampfer

Workshop B: Kriegsdienstverweigerung für Reservist*innen – Ausbildung von Interessierten zu KDV-Berater*innen
Mit dem neuen Wehrdienst soll auch die Wehrüberwachung wieder in Kraft treten. Reservist*innen müssen dann jeden Wohnungswechsel der Bundeswehr anzeigen. Derzeit ist die Bundeswehr auf der Suche nach den Adressen von 900 000 ehemaligen Soldat*innen, die über die Einwohnermeldeämter ermittelt werden sollen.
Die Bundeswehr will die Reserve deutlich aufstocken und benötigt dafür die ehemaligen Wehrdienstleistenden oder Zeitsoldat*innen. Sie sollen verstärkt zu Wehrübungen herangezogen werden. Dabei gilt der Grundsatz „Jung vor Alt“.
Viele ehemalige Soldat*innen werden davon überrascht sein. Sie können jedoch jederzeit nachträglich den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern. Die Anforderungen an die persönlichen Begründungen sind jedoch deutlich höher als bei Ungedienten. Sie müssen ihre „Umkehrentscheidung“, warum sie damals zur Bundeswehr gegangen sind und heute den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern, überzeugend erklären . Dafür sind  ausführliche Begründungen notwendig.
Im Workshop werden wir auf die formalen, rechtlichen und inhaltlichen Aspekte der KDV-Antragstellung und Begründung eingehen. Ziel ist es, in möglichst vielen Orten eine DFG-VK-Beratungsstelle aufzubauen. Wir wollen ehemalige Reservist*innen nach ihrem KDV-Verfahren als Berater*innen gewinnen, die aufgrund ihrer Erfahrung aus dem KDV-Verfahren andere Reservist*innen beraten. Auf diese Weise soll der „Staffelstab“ weitergegeben werden.
Referentinnen: Cornelia Mannewitz und Susanne Bödecker

Workshop C: Wie organisieren wir Widerstand gegen eine neue Wehrpflicht und motivieren zur Kriegsdienstverweigerung?
Militärminister Pistorius will 60.000 neue Soldaten für die Bundeswehr rekrutieren. Das geht angesichts niedriger Freiwilligenzahlen wohl nur mit einem neuen militärischen Zwangsdienst. Bundeskanzler Merz will gleich eine allgemeine Dienstpflicht für alle jungen Männer und Frauen. Auch wenn zunächst neue Wehrdienstmodell mit freiwilligen Elementen diskutiert werden, steht am Ende die Drohung, neue Zwangsdienste einzuführen. Das trifft vor allem bei jungen Menschen auf viel Ablehnung. Sie wollen sich nicht vorschreiben lassen, das sie dem Staat, der sonst auch nicht viel für die Jugend tut, ein Jahr ihrer Lebenszeit opfern sollen oder gar in den Krieg ziehen.  Bei einer YouGov-Umfrage vom März sprach sich bei den 18- bis 29-Jährigen nur jeder Dritte für eine Wehrpflicht aus, 61 Prozent lehnen sie ab.
In dem Workshop soll es darum gehen, wie wir diese ablehnende Haltung junger Leute politisch wirksam machen können, durch Aktionen und Kampagnen gegen Wehrpflicht, Allgemeine Dienstpflicht, Bundeswehrwerbung und für die Kriegsdienstverweigerung als starkes Zeichen, dass junge Menschen nicht für einen Krieg zur Verfügung stehen.
Referenten: Joachim Schramm und weitere

10:30 Uhr – Pause

10:45 Uhr – Workshopphase 2:

Workshop A: Kriegsdienstverweigerung für Ungediente – Ausbildung von Interessierten zu KDV-Berater*innen
Ungediente sind Personen, die bisher weder gemustert wurden noch Dienst in der Bundeswehr geleistet haben. 18-jährige Männer eines Jahrgangs (voraussichtlich 2008) werden demnächst von der Bundeswehr mittels Fragebogen erfasst, müssen diesen ausfüllen und erklären, ob sie freiwillig Wehrdienst leisten wollen oder nicht. 18-jährige Frauen müssen den Fragebogen nicht ausfüllen.
Wer als Mann vorerst keinen Wehrdienst leisten will, kann den Kriegsdienst mit der Waffe aus Gewissensgründen verweigern. Was dabei formal, rechtlich und inhaltlich zu beachten ist, soll mit der Berater*innenschulung vermittelt werden. Ziel ist es, in möglichst vielen Orten eine DFG-VK Beratungsstelle aufzubauen. Dazu braucht es engagierte junge Berater*innen.
Damit soll der Bundeswehr das Personal zur Kriegsführung entzogen werden. Wir wollen friedenstüchtig werden.
Referenten: Klaus Pfisterer und Klaus Stampfer

Workshop B: Kriegsdienstverweigerung für Reservist*innen – Ausbildung von Interessierten zu KDV-Berater*innen
Mit dem neuen Wehrdienst soll auch die Wehrüberwachung wieder in Kraft treten. Reservist*innen müssen dann jeden Wohnungswechsel der Bundeswehr anzeigen. Derzeit ist die Bundeswehr auf der Suche nach den Adressen von 900 000 ehemaligen Soldat*innen, die über die Einwohnermeldeämter ermittelt werden sollen.
Die Bundeswehr will die Reserve deutlich aufstocken und benötigt dafür die ehemaligen Wehrdienstleistenden oder Zeitsoldat*innen. Sie sollen verstärkt zu Wehrübungen herangezogen werden. Dabei gilt der Grundsatz „Jung vor Alt“.
Viele ehemalige Soldat*innen werden davon überrascht sein. Sie können jedoch jederzeit nachträglich den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern. Die Anforderungen an die persönlichen Begründungen sind jedoch deutlich höher als bei Ungedienten. Sie müssen ihre „Umkehrentscheidung“, warum sie damals zur Bundeswehr gegangen sind und heute den Kriegsdienst aus Gewissensgründen verweigern, überzeugend erklären . Dafür sind  ausführliche Begründungen notwendig.
Im Workshop werden wir auf die formalen, rechtlichen und inhaltlichen Aspekte der KDV-Antragstellung und Begründung eingehen. Ziel ist es, in möglichst vielen Orten eine DFG-VK-Beratungsstelle aufzubauen. Wir wollen ehemalige Reservist*innen nach ihrem KDV-Verfahren als Berater*innen gewinnen, die aufgrund ihrer Erfahrung aus dem KDV-Verfahren andere Reservist*innen beraten. Auf diese Weise soll der „Staffelstab“ weitergegeben werden.
Referentinnen: Cornelia Mannewitz und Susanne Bödecker

Workshop C: Wie organisieren wir Widerstand gegen eine neue Wehrpflicht und motivieren zur Kriegsdienstverweigerung?
Militärminister Pistorius will 60.000 neue Soldaten für die Bundeswehr rekrutieren. Das geht angesichts niedriger Freiwilligenzahlen wohl nur mit einem neuen militärischen Zwangsdienst. Bundeskanzler Merz will gleich eine allgemeine Dienstpflicht für alle jungen Männer und Frauen. Auch wenn zunächst neue Wehrdienstmodell mit freiwilligen Elementen diskutiert werden, steht am Ende die Drohung, neue Zwangsdienste einzuführen. Das trifft vor allem bei jungen Menschen auf viel Ablehnung. Sie wollen sich nicht vorschreiben lassen, das sie dem Staat, der sonst auch nicht viel für die Jugend tut, ein Jahr ihrer Lebenszeit opfern sollen oder gar in den Krieg ziehen.  Bei einer YouGov-Umfrage vom März sprach sich bei den 18- bis 29-Jährigen nur jeder Dritte für eine Wehrpflicht aus, 61 Prozent lehnen sie ab.
In dem Workshop soll es darum gehen, wie wir diese ablehnende Haltung junger Leute politisch wirksam machen können, durch Aktionen und Kampagnen gegen Wehrpflicht, Allgemeine Dienstpflicht, Bundeswehrwerbung und für die Kriegsdienstverweigerung als starkes Zeichen, dass junge Menschen nicht für einen Krieg zur Verfügung stehen.
Referenten: Joachim Schramm und weitere

12 Uhr – Mittagessen

13 Uhr – Besprechnung der zukünftigen Zusammenarbeit

Wie arbeiten wir in Zukunft zusammen? Welche Strukturen braucht es dafür? Und welche Wünsche gibt es? Dies wollen wir am Ende des Kongreses gemeinsam besprechen.

15 Uhr – Ende des Kongresses!

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